Das Unternehmen finanziert die neue Linie mit einem zinsgünstigen KfW-Kredit, zugeschnitten auf Innovations- und Digitalisierungsprojekte. Der Kredit deckt die Ausrüstung und die zugehörige Investition, mit langer Laufzeit und günstigen Konditionen, die die Liquiditätsbelastung entlasten, bis sich die Linie amortisiert. Bei einem Projekt dieser Größe kommt das Finanzierungsvolumen auf rund 8 Millionen EUR. Weil es sich um Fremdkapital und nicht um einen Zuschuss handelt, behält das Unternehmen die volle Eigentümerschaft und zahlt den Kredit einfach über die Laufzeit zurück.
Ein KfW-Kredit wird nicht direkt bei der KfW beantragt, sondern über die eigene Hausbank – das sogenannte Hausbank-Prinzip. Das Unternehmen bespricht das Vorhaben mit seiner Bank, die den Antrag an die KfW weiterleitet und die günstigen Konditionen durchreicht. Die Kredite bieten in der Regel eine lange Laufzeit und die Option auf ein oder mehrere tilgungsfreie Anlaufjahre, mit einem niedrigen, für eine erste Periode festgeschriebenen Zinssatz. Weil es sich um Fremdkapital handelt und nicht um einen Zuschuss, wird kein Zuschuss auf denselben Kosten doppelt belegt, und ein Kredit lässt sich oft mit einer Förderung für einen anderen Projektteil kombinieren. Die entscheidenden Vorteile gegenüber einer gewöhnlichen Finanzierung sind der Zinssatz, die Laufzeit und die tilgungsfreie Zeit, die zusammen zur langsamen Amortisation einer Innovations- oder Digitalisierungsinvestition passen. Für ein Vorhaben, das über die Phase hinaus ist, in der Zuschüsse typischerweise greifen, entscheidet diese Kombination oft darüber, ob du jetzt loslegst oder wartest, bis internes Kapital aufgebaut ist.