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Mobile · Fallstudie

Voraussetzungen der Zulage: was zählt, was nicht.

Ein App-Startup reichte drei Projekte ein; zwei wurden bescheinigt, eines abgelehnt. Die Trennlinie zeigt genau, was die Forschungszulage fördert.

€725,000
Forschungszulage bewilligt
3 Mio. €
Förderbasis
25%
KMU-Förderquote
Auf einen Blick

Das Mandat in Zahlen

IndustrieMobile / AppRaumzeitliches soziales Backend
Forschungszulage bewilligt725.000 €Nur Eigenleistung
Förderfähige Basis3 Mio. €
Szenario2 von 3 zertifiziert, 1 abgelehnt
Projekte3 (2 zertifiziert, 1 abgelehnt)
KMU-Förderquote25%
Über das Unternehmen

Das Unternehmen und die F&E darunter

Das Unternehmen entwickelt eine App, deren Inhalte an Ort und Zeit gebunden und bewusst vergänglich sind. Der technisch anspruchsvolle Teil liegt im Backend: ein Datenmodell, das orts- und zeitgebundene, kurzlebige Zustände verwaltet, und eine asynchrone Orchestrierung, die Zustandsübergänge über verteilte Systeme hinweg zuverlässig steuert. Keines von beiden ist ein Standardproblem; beide erfordern eigene technische Lösungen mit offenem Ausgang.

Daneben gab es einen dritten Strang: eine interne Visualisierung dieser Zustandsübergänge für die technische Analyse.

Die Herausforderung

Wo die Förderung wirklich saß

Dieser dritte Strang ist der Kern. Eine Visualisierung, die lediglich vorhandene Daten anzeigt, löst keine wissenschaftlich-technische Unsicherheit. Sie ist nützlich, trägt aber kein echtes Fehlschlagrisiko im Sinne der Forschungszulage. Eine Tätigkeit ist nur förderfähig, wenn sie auf neues Wissen oder ein neues, wesentlich verbessertes Produkt oder Verfahren abzielt und ein technisches Risiko trägt.

Die anderen beiden Projekte, das raumzeitliche Datenmodell und die asynchrone Orchestrierung, tragen dieses Risiko. Das Visualisierungsprojekt nicht. Die Trennlinie war daher vorgezeichnet.

Neuheit Technisches Risiko / Unsicherheit Systematisches Vorgehen
Unser Ansatz

So haben wir den Fall aufgebaut

Wir haben die drei Stränge als eigenständige Projekte aufgesetzt und für jeden ehrlich geprüft, ob er die drei Kriterien trägt. Für das Datenmodell und die Orchestrierung haben wir die technische Unsicherheit klar benannt und den Lösungsweg als kausale Kette dargestellt. Für den Visualisierungsstrang war die Ausgangslage von Anfang an schwächer, eine bloße Darstellung vorhandener Daten ohne offene technische Frage.

Diese ehrliche Einschätzung ist Teil unserer Arbeit. Wir blähen einen Antrag nicht mit schwachen Projekten auf, die das Gesamtbild schädigen könnten. Das Ergebnis: Die beiden tragfähigen Projekte wurden zertifiziert; das Visualisierungsprojekt wurde abgelehnt, wie erwartet.

Wie der Fall sich bewegte

Drei eingereicht
Ehrliche, getrennte Projekte
Ausgewählt
Risiko als Maßstab
2 von 3 zertifiziert
1 abgelehnt, wie erwartet

Woraus die förderfähige Basis bestand

Eigenes Personal arbeitet zu 100 %
Interne Personalarbeit

Förderfähige Basis knapp unter 3 Millionen, vollständig eigene Arbeit; keine Auftragsforschung nötig. Der gezeigte Wert ist illustrativ.

Das Ergebnis

Eine 725.000 €-Forschungszulage.

Die beiden zertifizierten Projekte tragen eine förderfähige Basis in der Größenordnung von knapp 3 Millionen EUR, vollständig aus Eigenleistung. Beim Satz von 25 %, der für die betreffenden Geschäftsjahre gilt, ergibt das eine Forschungszulage im mittleren sechsstelligen Bereich. Die Ablehnung des dritten Projekts berührte den Kern der Förderung nicht, im Gegenteil: Die Glaubwürdigkeit der starken Projekte blieb intakt.

Förderfähige Basis 3 Mio. € · KMU-Satz 25 %
2 von 3 zertifiziert, 1 abgelehntDas Ergebnis des Mandats.
Förderfähige Basis 3 Mio. €Anerkannte Kosten, auf denen die Zulage berechnet wird.
KMU-Satz 25 %Auf die förderfähige Basis angewendet.
Die wichtigsten Erkenntnisse

Was andere Unternehmen lernen können

Die Forschungszulage fördert Forschung und Entwicklung, nicht jede technische Tätigkeit. Drei Punkte sind entscheidend:

01

Das Risiko ist der Maßstab

Eine Tätigkeit ist nur dann förderfähig, wenn sie eine wissenschaftlich-technische Unsicherheit birgt, an der das Projekt scheitern könnte. Reine Darstellung, Routine, Betrieb und Standardarbeit fallen heraus.

02

Schleppe keine schwachen Projekte mit

Ein offensichtlich nicht förderfähiges Projekt in den Antrag aufzunehmen bringt keinen Nutzen und kann das Vertrauen der Prüfung in den Rest schwächen. Eine ehrliche Auswahl ist stärker.

03

Die Eigenleistung ist der wichtigste Hebel

Auch ohne Auftragsforschung kann die förderfähige Basis groß sein, wenn die Eigenentwicklungsarbeit des Unternehmens sauber als förderfähige Personalarbeit erfasst wird.

Manche Fälle sind gerade deshalb lehrreich, weil nicht alles durchging.
BeFunded Zur Forschungszulage
FAQ

Deine Fragen, beantwortet

Die häufigsten Fragen zu dieser Art von Fall. Kurze Antwort zuerst, Details danach.

Solche, die auf neues Wissen oder ein neues, wesentlich verbessertes Produkt oder Verfahren zielen und eine wissenschaftlich-technische Unwägbarkeit tragen. Routine, Betrieb, bloße Darstellung und Standardarbeit sind nicht förderfähig.

Teilweise. Förderfähig sind die Teile mit echtem technischen Risiko, etwa neuartige Backend-Architekturen oder Verfahren. Interface-Design, Standardfunktionen und reine Visualisierung sind es nicht.

Die anderen Projekte sind nicht betroffen. Sie werden unabhängig zertifiziert und gefördert. Eine Teilablehnung schadet dem Rest nicht, wenn die Auswahl sauber war.

Nein. Die eigene Entwicklungsarbeit des Unternehmens, die Eigenleistung, ist meist der größte Hebel. Selbst ohne externe Beauftragungen kann die förderfähige Basis beträchtlich sein.

Kostenlose Förderprüfung

Prüfe, ob deine F&E für die Forschungszulage qualifiziert

Erzähl uns von deinem Projekt. Einer unserer Förderberater prüft deinen Fall von Hand und kommt dann entweder mit Feedback oder ein paar Rückfragen zurück. Unverbindlich.

  • Ob deine F&E für die Zulage qualifiziert
  • Ein erster Anhaltspunkt für den Betrag, den du zurückholen könntest
  • Was vorzubereiten ist, auch für 2022 und 2023

Wir antworten innerhalb eines Werktags. Deine Angaben gehen direkt an unser Förderteam.