Das Unternehmen tritt einem Konsortium bei, das sich auf einen passenden Horizon-Europe-Call bewirbt, und übernimmt die Verantwortung für einen klar definierten Teil der Arbeit. Seine förderfähigen Kosten, überwiegend das Personal für seinen Beitrag plus die zugehörigen Kosten, werden zum jeweiligen Satz der Aktionsart gefördert. Sein geförderter Projektanteil beläuft sich über die Laufzeit auf rund 1,5 Mio. €. Die anderen Partner erhalten parallel Förderung für ihre eigenen Beiträge, und das Konsortium liefert ein Ergebnis, das keiner allein hätte erreichen können.
Horizon Europe läuft über Ausschreibungen (Calls) unter seinen thematischen Clustern und Säulen, jede mit eigenem Umfang und eigener Frist. Ein Konsortium – meist mehrere Partner aus mehreren Ländern, passend zu den Anforderungen des Calls – erstellt einen gemeinsamen Antrag, der Ziel, Arbeitspakete, Partnerrollen und die erwartete Wirkung darlegt. Der Antrag wird nach Exzellenz, Wirkung und Qualität der Umsetzung bewertet, und erfolgreiche Konsortien unterzeichnen eine Fördervereinbarung, unter der jeder Partner für seine eigenen förderfähigen Kosten zum jeweils geltenden Satz gefördert wird. Das richtige Konsortium aufzubauen oder ihm beizutreten und sich darin eine klare, gut umrissene Rolle zu sichern, ist ebenso wichtig wie die technische Idee – und braucht in der Regel Vorlaufzeit vor der Frist.