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Branchen · BIOTECH

Biotech-Förderung: Beratung für Unternehmen in Deutschland und der EU

Wir führen Biotech-Unternehmen in Deutschland und der EU zu den europäischen und deutschen Programmen, die zu ihrer Forschung und Unternehmensphase passen – von der Assay- und Stammentwicklung bis zur präklinischen und klinischen Arbeit. Nicht-verwässernde Biotech-Förderung verlängert deine Liquiditätsreichweite. Wir schreiben die Dokumentation und übernehmen den Behördenweg.

Was gefördert wird

Nicht-verwässernde Förderung für die Jahre zwischen Entdeckung und Daten

Bis zum ersten Umsatz vergehen in der Biotechnologie Jahre der Laborarbeit, die finanziert werden müssen, und Fördermittel für die Life Sciences kommen selten aus einer einzigen Quelle. Welche Programme passen, hängt von drei Dingen ab: ob deine Arbeit medizinisch oder industriell ausgerichtet ist, wo dein Unternehmen seinen Sitz hat und ob du allein oder mit Partnern arbeitest.

Warum diese Branche

Biotech-Unternehmen haben mehr Fördermöglichkeiten, als sie nutzen

Zuschüsse und steuerliche Förderung für die Biotechnologie kommen aus Brüssel und aus Deutschland, und die meisten Teams prüfen nur eine Seite.

EU

Offen für Unternehmen in der ganzen EU

EIC Accelerator und Horizon Europe stehen Unternehmen mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat oder einem assoziierten Land offen. Eurostars-Projekte werden von einem innovativen KMU aus einem teilnehmenden Land geleitet. Keiner dieser Zuschüsse für Biotech-Startups und KMU setzt eine deutsche Gesellschaft voraus.

DE

Deutschland als F&E-Standort

Ein deutsches Unternehmen oder die deutsche Betriebsstätte eines ausländischen Unternehmens kann die Forschungszulage beantragen. KMU-innovativ und ZIM verlangen bei der Auszahlung des Zuschusses eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.

Rot / Weiß

Medizinische und industrielle Biotechnologie gehen getrennte Wege

Die Arzneimittelentwicklung gehört zu KMU-innovativ: Biomedizin und zu Horizon Europe Cluster 1 (Gesundheit). Die industrielle Biotechnologie gehört zu KMU-innovativ: Bioökonomie und zu Cluster 6, der Lebensmittel, Bioökonomie und natürliche Ressourcen abdeckt.

Jahre

Lange Wege bis zum Umsatz

Entdeckung, Optimierung und präklinische Arbeit laufen jahrelang, bevor überhaupt Umsatz entsteht. Die Forschungszulage wird für jedes Wirtschaftsjahr beantragt und auch bei Verlust ausgezahlt – so lässt sich jedes Jahr förderfähiger F&E der Reihe nach geltend machen.

Förderfähige Aktivitäten

Biotech-F&E, die Fördergeber in der Regel unterstützen

Fördergeber erwarten Neuheit und ein wissenschaftliches oder technisches Risiko. Darüber hinaus hat jedes Programm eigene Regeln zu Phase, Partnern und förderfähigen Kosten.

Assay- und Methodenentwicklung

  • Neue Assays, Screening-Systeme oder Analysemethoden
  • Methodenvalidierung unter Ungewissheit (Sensitivität, Spezifität, Reproduzierbarkeit)
  • Protokolle, die entwickelt werden, wo keine Standardlösung existiert

Typische Förderwege: Forschungszulage, Eurostars, KMU-innovativ: Bioökonomie für neue bioanalytische Methoden. Diagnostische Assays (IVD) gehören zu KMU-innovativ: Medizintechnik; Begleitdiagnostika, die mit einem neuen Arzneimittel entwickelt werden, zu KMU-innovativ: Biomedizin.

Stamm- und Bioprozess-Engineering

  • Stammkonstruktion und Metabolic Engineering
  • Fermentations- und Bioprozessentwicklung vom Schüttelkolben zum Bioreaktor
  • Downstream-Processing und Aufreinigung unter neuen Randbedingungen

Typische Förderwege: Forschungszulage, KMU-innovativ: Bioökonomie, Horizon Europe Cluster 6, EIC Accelerator

Wirkstoff- und Molekülentwicklung

  • Wirkstoffidentifikation und -optimierung
  • Formulierungs- und Darreichungsentwicklung
  • Präklinische Studien, die biologische Unsicherheit auflösen

Typische Förderwege: Forschungszulage, KMU-innovativ: Biomedizin, Horizon Europe Cluster 1, EIC Accelerator

Bioinformatik und Computerbiologie

  • Pipelines für Sequenzierungs-, Omics- oder Screening-Daten
  • Prädiktive Modelle für Targets, Varianten oder Prozessparameter
  • Rechnerische Methoden, validiert gegen experimentelle Daten

Typische Förderwege: Forschungszulage, Eurostars. Modelllastige KI-Arbeit behandeln wir unter KI- und Software-Förderung.

Was förderfähig ist und was nicht

Wo jedes Programm die Grenze zieht

Dasselbe Biotech-Projekt kann in einem Programm förderfähig und in einem anderen ausgeschlossen sein, und klinische Arbeit wird je nach Produktart und Programm unterschiedlich behandelt.

In der Regel förderfähig

  • Assay-, Stamm- oder Bioprozessentwicklung, die wissenschaftliche oder technische Ungewissheit klärt (Forschungszulage, KMU-innovativ, Eurostars)
  • Arzneimittelentwicklung von der präklinischen Arbeit bis zu klinischen Studien einschließlich Phase IIa (KMU-innovativ: Biomedizin)
  • Klinische Studien mit Arzneimitteln vor Phase IIIb, projektweise an den F&E-Kriterien gemessen (Forschungszulage)
  • Verbundforschung zu Gesundheit oder Bioökonomie, die zu einem Thema der Ausschreibung (Call) passt, einschließlich klinischer Studien, wo das Thema sie vorsieht (Horizon Europe Cluster 1 und 6)
  • Bioinformatik-Methoden, validiert gegen experimentelle Daten (Forschungszulage)

In der Regel nicht förderfähig

  • Routinemäßige Qualitätskontrolle, Standardanalytik und regulatorische Zulassungsarbeit für sich allein (Forschungszulage)
  • Studien der Phase IIIb und IV sowie Beobachtungsstudien, mit engen Ausnahmen für einzelne Phase-IV-Studien (Forschungszulage)
  • Individuelle Heilversuche sowie Diagnostika, die keine Begleitdiagnostika zu einem neuen Arzneimittel sind (KMU-innovativ: Biomedizin)
  • Auftragsforschung bei einer CRO oder Institut, dessen Geschäftsleitung außerhalb der EU oder des EWR liegt (Forschungszulage)
  • Vor dem Antrag begonnene Arbeiten (KMU-innovativ, GRW, KfW-Innovationskredite; BAFA EEW verlangt vorher die Bewilligung)
Förderhöhen

Was welche Förderart zahlt

Jedes Instrument zahlt in anderer Form. Genannt sind die offiziellen Fördersätze und Obergrenzen, keine Prognose für dein Projekt.

Steuerliche Förderung
25–35 %

Forschungszulage: 25 % der förderfähigen F&E-Kosten, für KMU 35 %, bezogen auf F&E-Personalkosten, Auftragsforschung und die Abschreibung von Geräten, die ausschließlich für F&E genutzt werden. Bei Vorhaben, die ab 2026 beginnen, kommt auf diese Kosten eine Pauschale von 20 % für Gemeinkosten und sonstige Betriebskosten hinzu. Ab 2026 bis zu 3 Mio. € pro Wirtschaftsjahr, für KMU 4,2 Mio. €. Die Zulage wird auch ausgezahlt, wenn das Unternehmen Verlust macht.

F&E-Zuschüsse
Bis zu 100 %

Horizon Europe: 100 % bei Forschungsmaßnahmen, 70 % bei Innovationsmaßnahmen, 100 % für gemeinnützige Organisationen. EIC Accelerator: 70 %, Zuschuss unter 2,5 Mio. €. KMU-innovativ: richtet sich nach Forschungsphase und Unternehmensgröße, mit Aufschlag für KMU. Eurostars: legt die Förderstelle des jeweiligen Landes fest. EXIST: Stipendien für Gründer. ZIM: Anträge derzeit pausiert.

Investitionsförderung und Beteiligung
Nach Ausschreibung, Region, Größe

Beteiligung im EIC Accelerator: 1 bis 10 Mio. €. KfW-Innovationskredite: bis zu 25 Mio. € pro Projekt. GRW: Obergrenzen nach Region und Unternehmensgröße, die tatsächliche Förderquote legt jedes Land fest. EU-Innovationsfonds: bis zu 60 % der relevanten Kosten. BAFA EEW: 10 bis 60 % je nach Modul und Unternehmensgröße.

Fördersätze und Obergrenzen aus den offiziellen Programmregeln, geprüft im Oktober 2026. Der tatsächliche Betrag hängt von den förderfähigen Kosten, der Unternehmensgröße, dem Standort und der Entscheidung der Förderstelle ab.

Dein Weg

Der passende Weg für dein Unternehmen

Standort, Phase und die Frage, ob deine Arbeit medizinisch oder industriell ist, bestimmen die engere Auswahl, noch bevor die Wissenschaft ins Spiel kommt.

EU-Unternehmen ohne deutsche Gesellschaft

Der EIC Accelerator für die Förderung von Biotech-Startups und Biopharma-Unternehmen auf dem Weg zur Skalierung, Eurostars über deine nationale Förderstelle und Konsortien in Horizon Europe (Cluster 1 und 6).

EU-Unternehmen mit deutscher Tochtergesellschaft oder Betriebsstätte

Dazu kommt die Forschungszulage. KMU-innovativ: Biomedizin oder Bioökonomie und ZIM folgen mit ihren Anforderungen an die Niederlassung eigenen Regeln, und die Förderquoten hängen davon ab, ob du als KMU giltst.

Gründer an einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung

EXIST, beantragt über die Einrichtung, danach die oben genannten Wege, sobald das Unternehmen besteht. Mehr zur Förderung für Startups.

Biotechnologische Produktionskapazitäten in Deutschland aufbauen

GRW in förderfähigen Regionen und KfW-Innovationskredite, die du jeweils vor Beginn beantragst, dazu BAFA EEW für Energieeffizienz in der eigenen Produktion. Erste kommerzielle Anlagen, deren Produkte kohlenstoffintensive Erzeugnisse ersetzen, können zusätzlich beim EU-Innovationsfonds Förderung beantragen.

Programme, die passen

Programme, die wir Biotech-Unternehmen empfehlen

Die meisten unserer Biotech-Mandanten nutzen zwischen Entdeckung und Klinik oder Skalierung mehr als ein Instrument, und welche in die engere Auswahl kommen, hängt von Forschung, Phase und Standort ab.

Offen für Unternehmen in der ganzen EU Für Unternehmen mit Sitz oder Standort in Deutschland
Sehr beliebtSteuerliche Förderung

Forschungszulage

25 % der förderfähigen F&E-Kosten, für KMU 35 % auf Kosten nach dem 27. März 2024, auf die Steuer angerechnet, rückwirkend ab 2022.

Programm entdecken →
Zuschuss

KMU-innovativ

Forschungszuschüsse für KMU. Biomedizin fördert die Arzneimittelentwicklung bis zu Studien der Phase IIa, Bioökonomie industrielle Biotech- und Bioprozessprojekte. Zur Auszahlung ist eine Niederlassung in Deutschland nötig.

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Zuschuss

ZIM

Zuschüsse für F&E-Projekte von KMU, allein oder in Kooperation; Anträge derzeit pausiert.

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Zuschuss

EXIST

Für Biotech-Ausgründungen aus deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Einrichtung stellt den Antrag im Namen des Teams.

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Investitionszuschuss

GRW

Investitionszuschüsse für einen neuen oder erweiterten Produktionsstandort in einer förderfähigen Region Deutschlands, zu beantragen, bevor mit der Investition begonnen wird.

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Kredit

KfW-Innovationskredite

Zinsgünstige Förderkredite für Innovations- und Digitalisierungsvorhaben in Deutschland, vor Projektbeginn über eine Bank oder einen anderen Finanzierungspartner zu beantragen.

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Investitionszuschuss

BAFA EEW

Zuschüsse für Energieeffizienz, erneuerbare Prozesswärme und Energiemanagement in der eigenen Produktion an einem deutschen Standort. Nicht für F&E; vor der Bewilligung darf nichts bestellt werden.

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Zuschuss

WIPANO

Zuschüsse für die Patentanmeldung eines KMU oder für die Normungsarbeit eines Unternehmens, mit Niederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland.

Programm entdecken →

Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika haben unter Medizintechnik-Förderung eine eigene Seite, Biologika für Pflanzenbau und Landwirtschaft unter Landwirtschafts-Förderung und biobasierte Werkstoffe im Anlagenmaßstab unter Cleantech-Förderung.

Wie jedes Programm im Einzelnen funktioniert, erklären unsere Leitfäden: EIC Accelerator, Horizon Europe, Eurostars, EU-Innovationsfonds, Forschungszulage, KMU-innovativ, ZIM (derzeit Antragsstopp), EXIST, GRW, KfW-Innovationskredite, BAFA EEW und WIPANO.

Alle Programme vergleichen
FAQ

Häufige Fragen zur Biotech-Förderung

Ja, wir arbeiten mit Biotech-Unternehmen in der ganzen EU. Ohne deutsche Gesellschaft sind der EIC Accelerator und Horizon Europe die wichtigsten Wege; beide stehen Unternehmen mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat oder einem assoziierten Land offen. Dazu kommt Eurostars, geleitet von einem innovativen KMU aus einem teilnehmenden Land. Die deutschen nationalen Programme kommen ins Spiel, sobald du eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland hast.

EIC Accelerator, Eurostars und Horizon Europe solltest du zuerst prüfen. Der EIC Accelerator fördert ein einzelnes Startup oder KMU mit einem Zuschuss unter 2,5 Mio. €, der 70 % der förderfähigen Kosten abdeckt, und optional mit einer Beteiligung von 1 bis 10 Mio. €. Eurostars fördert internationale F&E-Projekte unter Leitung eines innovativen KMU. Horizon Europe fördert Konsortien in Cluster 1 (Gesundheit) und Cluster 6. Nationale Förderung kann hinzukommen, solange dieselben Kosten nie doppelt gefördert werden.

Ja, wenn es in Deutschland steuerpflichtig ist, in der Regel über eine deutsche Tochtergesellschaft oder eine Betriebsstätte. Die Finanzverwaltung behandelt unbeschränkt und beschränkt Steuerpflichtige als anspruchsberechtigt, sodass auch ein ausländisches Unternehmen mit deutscher Betriebsstätte die Zulage beantragen kann. Die Zulage beträgt 25 % der förderfähigen F&E-Kosten, für KMU 35 %, und wird auf die deutsche Steuer angerechnet. Auftragsforschung zählt nur, wenn der Auftragnehmer seine Geschäftsleitung in der EU oder in einem EWR-Staat hat, der Amtshilfe in Steuersachen leistet.

In der Regel ja, wenn sie offene wissenschaftliche oder technische Fragen klären. Assay-Entwicklung, Stamm-Engineering, Wirkstoffoptimierung und präklinische Studien können bei der Forschungszulage zählen. KMU-innovativ: Biomedizin fördert die Arzneimittelentwicklung ab der präklinischen Arbeit, KMU-innovativ: Bioökonomie die industrielle Biotech-Forschung. Routinemäßige Qualitätskontrolle und Standardanalytik zählen nicht. Wir helfen dir, diese Grenze in der Projektbeschreibung zu ziehen.

Das hängt vom Programm und vom Produkt ab. Bei Arzneimitteln schließen die Hinweise der BSFZ zur Forschungszulage Studien der Phase IIIb und IV grundsätzlich aus, mit engen Ausnahmen, ebenso Beobachtungsstudien; frühere Phasen werden projektweise bewertet. KMU-innovativ: Biomedizin fördert klinische Studien bis einschließlich Phase IIa. Horizon Europe fördert klinische Studien, wenn ein Thema in Cluster 1 sie verlangt. Für Medizinprodukte gelten andere Regeln, siehe Medizintechnik-Förderung.

Biomedizin, wenn du Arzneimittel entwickelst, Bioökonomie, wenn du in der industriellen Biotechnologie arbeitest. KMU-innovativ: Biomedizin fördert KMU der roten Biotechnologie, die Arzneimittel entwickeln, etwa niedermolekulare Wirkstoffe, neuartige Therapien und Impfstoffe, dazu Begleitdiagnostika, die mit einem neuen Arzneimittel entwickelt werden. KMU-innovativ: Bioökonomie fördert biobasierte Prozesse und Produkte, von der Bioverfahrenstechnik und Bioraffinerien bis zum Metabolic Engineering. In-vitro-Diagnostika gehören zu KMU-innovativ: Medizintechnik. Jedes Feld setzt zur Auszahlung einen Standort in Deutschland voraus und beginnt mit einer Projektskizze.

Ja, in den Grenzen des jeweiligen Programms. Bei der Forschungszulage zählt Auftragsforschung mit 70 % des Entgelts für Aufträge, die nach dem 27. März 2024 erteilt wurden (davor 60 %), aber nur, wenn der Auftragnehmer seine Geschäftsleitung in der EU oder in einem EWR-Staat hat, der Amtshilfe in Steuersachen leistet; eine CRO außerhalb Europas zählt also nicht. Bei KMU-innovativ: Biomedizin dürfen externe Dienstleister höchstens 50 % des Zuschusses je Teilprojekt erhalten. Hochschulen und Forschungseinrichtungen können sich außerdem als geförderte Projektpartner beteiligen.

Bei der Forschungszulage ja: Die Abschreibung auf Geräte wie Bioreaktoren, Sequenzierer und Analysegeräte kann einbezogen werden. Das Wirtschaftsgut muss beweglich sein, nach dem 27. März 2024 angeschafft oder hergestellt worden sein, ausschließlich im F&E-Vorhaben genutzt werden und dafür notwendig sein. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die sofort abgeschrieben werden, zählen nicht, und die Bescheinigungsstelle (BSFZ) bestätigt jedes Wirtschaftsgut. Zuschussprogramme wie KMU-innovativ haben eigene Regeln für Geräte.

Ja, mehrere Programme sind genau auf diese Phase zugeschnitten. Die Forschungszulage wird auch bei Verlust ausgezahlt: Was deine Steuerschuld übersteigt, wird erstattet. Der EIC Accelerator steht Startups offen, sogar Gründern, die das Unternehmen erst vor der Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarung (Grant Agreement) gründen. Gründer, die noch an einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung sind, können mit EXIST beginnen.

Ja, aber aus Investitionsprogrammen, nicht aus der F&E-Förderung. In Deutschland fördert die GRW neue oder erweiterte Produktionsstandorte in förderfähigen Regionen, und KfW-Innovationskredite finanzieren Innovationsprojekte; beide werden vor Beginn beantragt. BAFA EEW fördert Energieeffizienz in der eigenen Produktion. Der EU-Innovationsfonds unterstützt erste kommerzielle Anlagen, deren Produkte kohlenstoffintensive Erzeugnisse ersetzen. Keines dieser Programme zahlt für Labor-F&E.

Bei der Forschungszulage ist unser Honorar rein erfolgsbasiert: 10 % der Förderung bis 500.000 € pro Jahr und 5 % darüber, fällig erst nach der Auszahlung. Bei allen anderen Programmen besteht das Honorar aus einem festen Anteil plus einer Erfolgskomponente, beides vorab vereinbart. Der erste Förderfähigkeits-Check ist kostenlos und unverbindlich.

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