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Branchen · E-MOBILITÄT

Förderung Elektromobilität: Beratung für Unternehmen in der EU

Wir ordnen Unternehmen der Elektromobilität, Batterie- und Ladetechnik in der EU die europäischen und deutschen Programme zu, die zu ihrer Phase passen: von der Batterieforschung für Zellen, Antriebe und Leistungselektronik bis zum Hochlauf der Fertigung. Es geht um F&E- und Investitionsförderung für Unternehmen, nicht um eine Kaufprämie. Die Unterlagen schreiben wir, den Behördenweg übernehmen wir.

Was gefördert wird

Förderung von der ersten Testzelle bis zur Serienfertigung

Hardware für Elektrofahrzeuge und Batterien durchläuft F&E, Validierung und Fertigungshochlauf, und die Förderung folgt demselben Weg: Manche Programme bezahlen das Entwicklungsteam und die Prüfstände, andere die Produktionslinie. Welcher Mix passt, hängt von deiner Phase ab, vom Sitz des Unternehmens und vom Standort sowie davon, ob du allein oder mit Partnern arbeitest.

Warum diese Branche

Batterie- und E-Mobilitäts-Unternehmen haben mehr Förderoptionen, als sie nutzen

Förderung für F&E im Automobilbereich und Zuschüsse für Batterien kommen aus EU- und nationalen Mitteln, teils für die Entwicklung, teils für die Fertigung. Die meisten Technologieunternehmen prüfen nur eine Seite.

EU

Offen für Unternehmen in der ganzen EU

Förderung auf EU-Ebene setzt keine deutsche Gesellschaft voraus. Beim EIC Accelerator und bei Horizon Europe sind Unternehmen mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat oder assoziierten Land antragsberechtigt, bei Eurostars KMU aus den teilnehmenden Ländern, und der EU-Innovationsfonds fördert Projekte in der EU, in Norwegen, Island oder Liechtenstein.

DE

Deutschland als F&E- und Produktionsstandort

Ein deutsches Unternehmen oder die deutsche Betriebsstätte eines ausländischen Unternehmens kann die Forschungszulage beantragen. KMU-innovativ und ZIM verlangen eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Die GRW fördert Investitionen an einem Standort in einer förderfähigen Region Deutschlands.

Labor bis Serie

F&E und Fertigung werden getrennt gefördert

F&E-Programme finanzieren Entwicklung und Validierung. Der EU-Innovationsfonds und die GRW fördern Investitionen in die Fertigung, und KfW-Innovationskredite finanzieren Innovationsvorhaben bis zur Umsetzung. Wer beides früh plant, vermeidet eine Lücke zwischen Pilotlinie und Serienproduktion.

Jahre

Lange Validierungszyklen

Zellen, Antriebe und Gesamtsysteme durchlaufen jahrelange Tests, bevor sie sich bewährt haben. Die Forschungszulage wird je Wirtschaftsjahr nach dessen Ende beantragt; mehrjährige Entwicklungen werden also Jahr für Jahr geltend gemacht, solange die Arbeit des jeweiligen Jahres die F&E-Kriterien erfüllt.

Förderfähige Aktivitäten

Typisch geförderte F&E für E-Mobilität und Batterien

Förderstellen achten auf Neuheit und technisches Risiko. Alles Weitere regelt jedes Programm selbst: Phase, Partner und anrechenbare Kosten.

Batteriezellen und -packs

  • Neue Zellchemien, Elektroden- oder Elektrolytentwicklung
  • Pack-Design für Energiedichte, Sicherheit oder thermisches Verhalten
  • Cell-to-Pack- und Modul-Engineering unter neuen Randbedingungen

Typische Wege: Forschungszulage, Horizon Europe Cluster 5, EIC Accelerator; der EU-Innovationsfonds, sobald die Fertigung von Zellen oder Packs hochgefahren wird.

Batteriemanagement, Leistungselektronik und Laden

  • BMS-Algorithmen für Zustandsschätzung und Balancing
  • Wechselrichter- und Umrichter-Topologien und -Steuerung
  • Schnellladeverfahren unter Temperatur- und Degradationsgrenzen
  • Leistungselektronik von Ladegeräten oder Vehicle-to-Grid-Kommunikation, entwickelt unter technischer Ungewissheit

Typische Wege: Forschungszulage, KMU-innovativ: Elektronik und autonomes Fahren, Eurostars.

Elektroantriebe und Thermik

  • Motorenauslegung und -steuerung für Effizienz oder Leistungsdichte
  • Thermomanagement-Systeme für Batterie und Antrieb
  • Integration von Antrieb, Batterie und Thermik unter realer Last

Typische Wege: Forschungszulage, Eurostars; ZIM, sobald Anträge wieder möglich sind.

Fahrzeugsoftware und Integration

  • Energie- und Reichweiten-Optimierungsalgorithmen
  • Embedded-Regelung von Grund auf entwickelt
  • Simulations- und Digital-Twin-Methoden, gegen Testdaten validiert

Typische Wege: Forschungszulage, Eurostars, Horizon Europe Cluster 5. KI-lastige Software und Software für autonomes Fahren findest du unter Förderung für KI und Software.

Was förderfähig ist und was nicht

Wo jedes Programm die Grenze zieht

F&E-Programme und Investitionsprogramme beurteilen dasselbe E-Mobilitäts- oder Batterieprojekt unterschiedlich und rechnen jeweils andere Kosten an.

In der Regel förderfähig

  • Neue Zellen, Packs, Antriebe oder BMS, die unter technischer Ungewissheit entwickelt und getestet werden (Forschungszulage, KMU-innovativ, Eurostars)
  • Schnelllade-, Thermo- oder Regelungsverfahren, für die es keine Standardlösung gibt (Forschungszulage, Eurostars)
  • Verbundforschung und Demonstration, die zum Thema einer Ausschreibung (Call) zu Batterien oder emissionsfreiem Straßenverkehr passt (Horizon Europe Cluster 5)
  • Fabriken für Batteriezellen oder andere Energiespeicher-Komponenten ab 2,5 Mio. € Investitionskosten (EU-Innovationsfonds)
  • Produktive Investitionen in einen neuen oder erweiterten Standort in einer förderfähigen Region (GRW)

In der Regel nicht förderfähig

  • Tests, die nur Daten für Typgenehmigung, Normen oder Zertifizierung liefern, sowie Routineprüfungen gegen eine bekannte Spezifikation (Forschungszulage)
  • Nullserie, Produktionsanlauf und Linieneinstellung (Forschungszulage)
  • Abschreibung auf einen Prüfstand oder eine Pilotlinie, die auch der Produktion dient (Forschungszulage)
  • Kauf von Flottenfahrzeugen oder Einbau von Standard-Ladepunkten – beides keine F&E (Forschungszulage); Straßenfahrzeuge sind ganz ausgeschlossen (GRW)
  • Arbeiten oder Investitionen, die vor dem Antrag begonnen wurden, bei BAFA EEW vor der Bewilligung (BAFA EEW, GRW, KfW-Innovationskredite)
Förderhöhen

Was welche Förderart zahlt

Jedes Instrument zahlt in anderer Form. Genannt sind die offiziellen Fördersätze und Obergrenzen, keine Prognose für dein Projekt.

Steuerliche Förderung
25–35 %

Forschungszulage: 25 % der förderfähigen F&E-Kosten, für KMU 35 %, bezogen auf F&E-Personalkosten, Auftragsforschung und die Abschreibung von Geräten, die ausschließlich für F&E genutzt werden. Bei Vorhaben, die ab 2026 beginnen, kommt auf diese Kosten eine Pauschale von 20 % für Gemeinkosten und sonstige Betriebskosten hinzu. Ab 2026 bis zu 3 Mio. € pro Wirtschaftsjahr, für KMU 4,2 Mio. €. Die Zulage wird auch ausgezahlt, wenn das Unternehmen Verlust macht.

F&E-Zuschüsse
Bis zu 100 %

Horizon Europe: 100 % für Forschungsmaßnahmen, 70 % für Innovationsmaßnahmen, 100 % für gemeinnützige Einrichtungen. EIC Accelerator: 70 %, Zuschuss unter 2,5 Mio. €. KMU-innovativ: Elektronik und autonomes Fahren zahlt Unternehmen bis zu 50 %, KMU bis zu 60 %. Eurostars: je nach Förderstelle des jeweiligen Landes. EXIST: Stipendien für Gründer. ZIM: Anträge derzeit pausiert.

Förderung für Fertigung und Investitionen
Nach Ausschreibung, Region, Größe

EU-Innovationsfonds: bis zu 60 % der relevanten Kosten, standardmäßig die Investition plus zehn Jahre Betriebskosten abzüglich der Erlöse; Fertigungsvorhaben ab 2,5 Mio. € Investitionskosten. GRW: Obergrenzen je nach Region und Unternehmensgröße, die tatsächliche Förderquote legt jedes Bundesland fest. KfW-Innovationskredite: bis zu 25 Mio. € je Vorhaben. EIC Accelerator, Beteiligung: 1 bis 10 Mio. €. BAFA EEW: 10 bis 60 % je nach Modul und Unternehmensgröße.

Fördersätze, Obergrenzen und Schwellenwerte aus den offiziellen Programmregeln und den jüngsten Ausschreibungen, geprüft im Oktober 2026. Der tatsächliche Betrag hängt von den förderfähigen bzw. relevanten Kosten, der Unternehmensgröße, dem Standort und der Entscheidung der Förderstelle ab.

Dein Weg

Der passende Weg für dein Unternehmen

Standort, Phase und die Frage, ob du die Fertigung ausbaust, bestimmen die engere Auswahl, noch bevor es auf die Technologie ankommt.

EU-Unternehmen ohne deutsche Gesellschaft

Zuschüsse auf EU-Ebene für die Automobilbranche setzen keine deutsche Gesellschaft voraus: der EIC Accelerator für ein einzelnes Unternehmen mit einer Durchbruchtechnologie, Eurostars über deine nationale Förderstelle, Konsortien in Horizon Europe (Cluster 5) und der EU-Innovationsfonds für Fabriken in der EU, in Norwegen, Island oder Liechtenstein.

EU-Unternehmen mit deutscher Tochtergesellschaft oder Betriebsstätte

Hinzu kommt die Forschungszulage. Für KMU-innovativ, das KMU und im Verbund mit ihnen auch mittelgroßen Unternehmen offensteht, und für ZIM gelten eigene Regeln zur Niederlassung; die Fördersätze hängen davon ab, ob du als KMU oder als Großunternehmen giltst.

Gründer an einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung

EXIST, beantragt über die Einrichtung, danach die oben genannten Wege, sobald das Unternehmen besteht. Mehr zur Förderung für Startups.

Fertigung von Batteriezellen, Komponenten oder Antrieben ausbauen

Förderung für Batterien auf EU-Ebene kommt vom EU-Innovationsfonds, für Fabriken, die zu Thema und Schwellenwerten der jüngsten Ausschreibung passen; er steht Großunternehmen ebenso offen wie KMU. Elektroantriebe nennt er dabei nicht. An einem deutschen Standort fördert die GRW Investitionen in förderfähigen Regionen, und KfW-Innovationskredite finanzieren Innovationsvorhaben; beides wird beantragt, bevor du startest.

Programme, die passen

Unsere Programmempfehlungen für E-Mobilität und Batterien

Die meisten unserer Mandanten aus E-Mobilität und Batterietechnik durchlaufen zwischen erstem Prototyp und Serienproduktion mehrere Programme; die engere Auswahl hängt von Phase und Standort ab.

Offen für Unternehmen in der ganzen EU Für Unternehmen mit Sitz oder Standort in Deutschland
Sehr beliebtSteuerliche Förderung

Forschungszulage

25 % der förderfähigen F&E-Kosten, für KMU 35 % auf Kosten nach dem 27. März 2024, auf die Steuer angerechnet, rückwirkend ab 2022.

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Zuschuss

KMU-innovativ

Forschungszuschüsse für KMU und im Verbund mit ihnen auch für mittelgroße Unternehmen. Das Themenfeld Elektronik und autonomes Fahren nennt Fahrzeugelektronik und Energietechnik.

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Investitionszuschuss

GRW

Investitionszuschüsse für einen neuen oder erweiterten Produktionsstandort in einer förderfähigen Region Deutschlands, zu beantragen, bevor mit der Investition begonnen wird.

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Zuschuss

ZIM

Zuschüsse für F&E-Projekte von KMU, allein oder in Kooperation; Anträge derzeit pausiert.

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Kredit

KfW-Innovationskredite

Zinsgünstige Förderkredite für Innovations- und Digitalisierungsvorhaben in Deutschland, vor Projektbeginn über eine Bank oder einen anderen Finanzierungspartner zu beantragen.

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Investitionszuschuss

BAFA EEW

Zuschüsse für Energieeffizienz, erneuerbare Prozesswärme und Energiemanagement in der eigenen Produktion an einem deutschen Standort, etwa in der Zell- oder Pack-Fertigung. Nicht für F&E; vor der Bewilligung darf nichts bestellt werden.

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Zuschuss

WIPANO

Zuschüsse für die Patentanmeldung eines KMU oder für die Arbeit eines Unternehmens an technischen Normen, etwa Ladeschnittstellen, mit Niederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland.

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Zuschuss

EXIST

Für Ausgründungen aus deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den Bereichen Batterie und E-Mobilität. Die Einrichtung stellt den Antrag im Namen des Teams.

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Stationäre Speicher und PV-Integration, Wasserstoff- und Brennstoffzellenfahrzeuge sowie Software für autonomes Fahren haben eigene Seiten: Energieförderung, Cleantech-Förderung und Förderung für KI und Software. Die Produktionstechnik allgemein behandelt die Seite Fertigungsförderung.

Wie die einzelnen Programme im Detail funktionieren, erklären unsere Leitfäden: Horizon Europe, Eurostars, EIC Accelerator, EU-Innovationsfonds, Forschungszulage, KMU-innovativ, ZIM (derzeit pausiert), GRW, BAFA EEW, KfW-Innovationskredite, WIPANO und EXIST.

Alle Programme vergleichen
FAQ

Häufige Fragen zur Förderung der Elektromobilität

Ja, wir arbeiten mit Unternehmen aus den Bereichen Elektromobilität, Batterie- und Ladetechnik in der ganzen EU. Ohne deutsche Gesellschaft kommen vor allem diese Programme infrage: der EIC Accelerator und Horizon Europe, offen für Unternehmen mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat oder assoziierten Land, Eurostars, an dem jeder EU-Mitgliedstaat teilnimmt, und der EU-Innovationsfonds für Projekte in der EU, in Norwegen, Island oder Liechtenstein. Deutsche Programme setzen je nach Programm ein deutsches Unternehmen, eine Betriebsstätte, Niederlassung oder einen Standort in Deutschland voraus.

Der EIC Accelerator, Eurostars und Horizon Europe Cluster 5, jeweils für eine andere Konstellation. Der EIC Accelerator fördert ein einzelnes Startup oder KMU mit einer Durchbruchtechnologie: einen Zuschuss unter 2,5 Mio. € für die Entwicklung von TRL 6 bis 8, dazu optional eine Beteiligung von 1 bis 10 Mio. €; Batteriematerialien passen außerdem zur Challenge 2026 für Energiespeichermaterialien. Eurostars fördert ein von einem KMU geleitetes Projekt mit Partnern aus mindestens zwei Ländern. Cluster 5 fördert Konsortien zu Themen rund um Batterien und emissionsfreien Straßenverkehr. Kombinieren lassen sich die Programme für unterschiedliche Phasen oder Kostenpositionen, nie für dieselben Kosten doppelt.

Ja, wenn es in Deutschland steuerpflichtig ist, in der Regel über eine deutsche Tochtergesellschaft oder eine Betriebsstätte. Die Anspruchsberechtigung folgt der deutschen Steuerpflicht, und die Finanzverwaltung behandelt ein ausländisches Unternehmen mit deutscher Betriebsstätte als anspruchsberechtigt, soweit Deutschland das Besteuerungsrecht hat. Die Zulage beträgt 25 % der förderfähigen F&E-Kosten, für KMU 35 %, und wird auf die deutsche Steuer angerechnet. Auftragsforschung zählt nur, wenn der Auftragnehmer seine Geschäftsleitung in der EU oder in einem EWR-Staat hat, der Amtshilfe in Steuersachen leistet.

Das hängt vom Programm ab. Bei der Forschungszulage ist der Bau und Test eines Prototyps auf dem Prüfstand oder im Versuchsfahrzeug F&E, solange er eine technische Ungewissheit klärt, und die F&E-Phase endet mit dem Test des Prototyps. Routineprüfungen gegen eine bekannte Spezifikation, Tests, die nur Daten für Typgenehmigung, Normen oder Zertifizierung liefern, und eine Nullserie gehören nicht dazu. Innovationsmaßnahmen in Horizon Europe können Pilotierung und Demonstration fördern, und der Zuschuss des EIC Accelerator deckt die Entwicklung von TRL 6 bis 8 ab.

Ja, wenn die Elektronik den Kern des Projekts bildet. Das Themenfeld Elektronik und autonomes Fahren fördert risikoreiche F&E in der Elektronik und nennt Fahrzeugelektronik und Energietechnik unter seinen Anwendungsfeldern; BMS-, Wechselrichter- oder Ladegeräte-Elektronik kann also passen. KMU beantragen allein oder führen einen Verbund; mittelgroße Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten und 100 Mio. € Umsatz beteiligen sich an ihrer Seite. Bei der Auszahlung des Zuschusses muss eine Niederlassung in Deutschland bestehen. Unternehmen erhalten bis zu 50 %, KMU bis zu 60 %; am Anfang steht eine Projektskizze.

Ja, wenn die Fabrik zur aktuellen Ausschreibung (Call) passt. In der jüngsten Ausschreibung umfasste das Thema Cleantech-Fertigung die Produktion von Batterien und anderen Speichern für stationäre und mobile Anwendungen, einschließlich Komponenten und Materialien, die deren Leistung oder Kosten bestimmen, ab 2,5 Mio. € Investitionskosten und mit bis zu 60 % der relevanten Kosten. Elektroantriebe und Ladetechnik sind nicht genannt. Der Fonds zahlt für die Anlage, nicht für die F&E davor, und die Themen wechseln mit jeder Ausschreibung. Mehr zum EU-Innovationsfonds.

Bei der Forschungszulage ja, wenn drei Bedingungen erfüllt sind. Die Abschreibung auf bewegliche Wirtschaftsgüter wie Batteriezykler, Dynamometer, Klimakammern und Messtechnik zählt, wenn sie nach dem 27. März 2024 angeschafft oder hergestellt wurden, ausschließlich im F&E-Vorhaben genutzt werden und dafür notwendig sind. Ein Prüfstand oder eine Pilotlinie, die auch der Produktion dient, erfüllt die Bedingung der ausschließlichen Nutzung nicht. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die sofort abgeschrieben werden, zählen nicht, ebenso wenig Software und Lizenzen. Zuschussprogramme wenden für Ausrüstung eigene Kostenregeln an.

Ja, mehrere Programme sind genau auf diese Phase zugeschnitten. Die Forschungszulage wird auch bei Verlust gezahlt: Was die Steuerschuld übersteigt, wird erstattet, sobald das Finanzamt die Zulage nach Ablauf des Wirtschaftsjahres festgesetzt hat. Das passt zur langen Vorlaufzeit bis zum Produktionsstart (SOP), in der die Kosten Jahre vor den Erlösen anfallen. Der EIC Accelerator steht Startups offen, sogar Gründern, die das Unternehmen erst vor Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarung (Grant Agreement) gründen. Gründer, die noch an einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung sind, können mit EXIST beginnen.

Ja, und bei manchen Programmen hilft es sogar. Bei der Forschungszulage zählt Auftragsforschung mit 70 % des Entgelts für nach dem 27. März 2024 erteilte Aufträge (davor 60 %), wenn der Auftragnehmer seine Geschäftsleitung in der EU oder in einem EWR-Staat hat, der Amtshilfe in Steuersachen leistet. KMU-innovativ fördert Verbundprojekte, in denen Hochschulen und Forschungseinrichtungen bis zu 100 % ihrer Kosten erhalten können. Nach den deutschen Eurostars-Regeln werden Hochschulen und Institute nur gefördert, wenn ein deutsches KMU einen erheblichen Teil der F&E-Arbeit trägt.

Nicht über uns: Die Programme, mit denen wir arbeiten, fördern Ladetechnik, nicht den Ausbau von Ladeinfrastruktur. Der Kauf und Einbau von Standard-Ladepunkten ist keine F&E; die Forschungszulage und die F&E-Zuschüsse auf dieser Seite zahlen dafür also nicht, und BeFunded betreut keine Förderungen für Ladeinfrastruktur. Förderfähig sein kann die Entwicklung von Ladegeräte-Hardware, Leistungselektronik oder Vehicle-to-Grid-Kommunikation unter technischer Ungewissheit sowie die Investition in die Fertigung von Ladekomponenten, wo GRW oder KfW-Innovationskredite passen.

Bei der Forschungszulage ist unser Honorar rein erfolgsbasiert: 10 % der Förderung bis 500.000 € pro Jahr und 5 % darüber, fällig erst nach der Auszahlung. Bei allen anderen Programmen besteht das Honorar aus einem festen Anteil plus einer Erfolgskomponente, beides vorab vereinbart. Der erste Förderfähigkeits-Check ist kostenlos und unverbindlich.

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