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Energie · Fallstudie

Forschungszulage im Energiesektor: zwei Vorhaben, beide bescheinigt

Praxisbeispiel auf Basis realer Projekte · anonymisiert, Zahlen gerundet · Stand:

Ein Unternehmen, das Infrastruktur für dezentrale Energiemärkte baut, betrieb über Jahre zwei personalintensive Projekte. Zusammen erreichten sie eine Bemessungsgrundlage von nahezu 8 Mio. €.

1,9 Mio. €
Forschungszulage festgesetzt
7,6 Mio. €
Bemessungsgrundlage
25 %
Fördersatz
Auf einen Blick

Das Mandat in Zahlen

BrancheEnergie / BlockchainDezentrale Energiemärkte
Forschungszulage festgesetzt1,9 Mio. ۆber die Laufzeit, beide Projekte
Bemessungsgrundlage7,6 Mio. €
ErgebnisZwei Projekte, beide bescheinigt
Projekte2 (beide bescheinigt)
Fördersatz25 %
Über das Unternehmen

Das Unternehmen und seine F&E

Das Unternehmen entwickelt Infrastruktur für dezentrale Energiemärkte: Systeme, die verteilte Energieressourcen in Strommärkte und Netzbetrieb integrieren, sowie ein überprüfbares, dezentrales Register für die Umweltattribute nachhaltiger Rohstoffe. Das ist langfristige, tief technische Arbeit mit einem großen, hochqualifizierten Entwicklungsteam.

Über mehrere Jahre summiert sich das zu erheblichem Personalaufwand. Genau das ist der Kern der Forschungszulage: Sie fördert in erster Linie die eigene Entwicklungsarbeit eines Unternehmens, berechnet auf den förderfähigen Personalkosten.

Die Herausforderung

Wo der förderfähige Kern lag

Große, mehrjährige Entwicklungsprogramme stellen zwei Anforderungen. Erstens die saubere Strukturierung: Ein breites Entwicklungsfeld muss in klar abgegrenzte Vorhaben aufgeteilt werden, jedes mit eigenem technischen Ziel, eigenem Risiko und eigenem Lösungsweg. Alles in ein einziges, diffuses Vorhaben zu packen, verringert die Chance auf eine Bescheinigung.

Zweitens der korrekte Umgang mit der Cut-off- und Deckelungslogik. Der Zeitpunkt des Projektstarts bestimmt den anwendbaren Förderzeitraum und damit die Obergrenzen und Sätze. Ein früher Projektstart löst andere jährliche Obergrenzen für die Bemessungsgrundlage aus als spätere Projekte. Über mehrere Jahre und zwei Projekte hinweg muss dies sauber zusammengeführt werden.

Neuheit Technisches Risiko / Unsicherheit Systematisches Vorgehen
Unser Ansatz

So haben wir den Fall aufgebaut

Wir haben das Programm in zwei eigenständige Projekte gegliedert, jedes mit einem klar definierten technischen Ziel, seiner eigenen wissenschaftlich-technischen Unsicherheit und einem nachvollziehbaren Lösungsweg. So trägt jedes Projekt die drei Kriterien für sich.

Wir haben die Ausgaben entlang der Wirtschaftsjahre aufbereitet, mit den internen Personalkosten als Kern der Bemessungsgrundlage und anerkannter Auftragsforschung als Ergänzung. Dabei haben wir die periodenabhängigen Obergrenzen und Fördersätze pro Jahr berücksichtigt, sodass jeder Euro im richtigen Jahr und zum richtigen Satz wirkt. Beide Vorhaben wurden bescheinigt.

So verlief der Fall

↻
Abgegrenzt
In 2 saubere Projekte aufgeteilt
↻
Dokumentiert
Jahr für Jahr, periodengerecht
✓
Bescheinigt
Beide Vorhaben bescheinigt

Woraus die Bemessungsgrundlage bestand

Intern ~80 %Auftragsforschung ~20 %
Interne PersonalkostenAuftragsforschung

Bemessungsgrundlage rund 8 Millionen €, überwiegend interne Personalkosten über etwa sechs Jahre und zwei Projekte. Die gezeigte Aufteilung ist illustrativ.

Das Ergebnis

Eine Forschungszulage von 1,9 Mio. €.

Insgesamt ergibt das über die Wirtschaftsjahre 2020 bis 2025 eine Bemessungsgrundlage von rund 7,6 Mio. €. Beim Fördersatz von 25 %, der für ein Unternehmen dieser Größe gilt, ergibt das über beide Projekte rund 1,9 Mio. € Forschungszulage. Für ein Programm dieser Größe ist das kein Nebeneffekt mehr, sondern ein greifbarer Baustein der laufenden Entwicklungsfinanzierung.

Bemessungsgrundlage 7,6 Mio. € · Fördersatz 25 %
Zwei Projekte, beide bescheinigtDas Ergebnis des Mandats.
Bemessungsgrundlage 7,6 Mio. €Anerkannte Kosten, auf denen die Zulage berechnet wird.
Fördersatz 25 % (kein KMU)Auf die Bemessungsgrundlage angewendet.
Die wichtigsten Erkenntnisse

Was andere Unternehmen lernen können

Große Entwicklungsbudgets verdienen ihre eigene Förderstrategie. Drei Punkte sind entscheidend:

01

Klar in Projekte aufteilen

Mehrere klar abgegrenzte Projekte sind stärker als ein einzelnes breites. Jedes muss für sich Neuheit, Risiko und einen systematischen Ansatz tragen.

02

Die Stichtagslogik meistern

Förderzeitraum, Deckel und Fördersatz hängen vom Projektstart und dem Geschäftsjahr ab. Über lange Laufzeiten muss das Jahr für Jahr berechnet werden.

03

Behalte die Jahresobergrenze im Blick

Die Bemessungsgrundlage ist pro Jahr gedeckelt. Bei sehr hohen Ausgaben zahlt sich vorausschauende Planung aus, damit nichts ungenutzt über die Obergrenze läuft. Für verbundene Unternehmen gilt die Obergrenze zudem gemeinsam.

Mehr zur Forschungszulage: Der Leitfaden Forschungszulage: Voraussetzungen, Höhe und Antrag erklärt das Programm Schritt für Schritt. Wie wir dein Vorhaben begleiten, steht unter Forschungszulage-Beratung.

“
Die Forschungszulage wird oft unterschätzt als nettes Extra für kleine Teams.
BeFunded Zur Forschungszulage
FAQ

Häufige Fragen zur Forschungszulage

Die häufigsten Fragen zu dieser Art von Fall. Kurze Antwort zuerst, Details danach.

Sie ergibt sich aus der Bemessungsgrundlage und dem Fördersatz. Die Bemessungsgrundlage ist pro Wirtschaftsjahr gedeckelt; die Obergrenzen sind über die Förderperioden gestiegen. KMU erhalten für Aufwendungen nach dem 27. März 2024 einen erhöhten Satz von 35 %; für dieses Unternehmen gilt der Regelsatz von 25 %. Über mehrere Jahre summiert sich das.

In erster Linie die förderfähigen Personalkosten der Eigenentwicklung, ergänzt um einen Anteil anerkannter Auftragsforschung und, je nach Zeitraum, bestimmte weitere Ausgaben. Die internen Personalkosten fallen meist am stärksten ins Gewicht.

Oft ja. Mehrere klar abgegrenzte Vorhaben lassen sich leichter bescheinigen und erlauben eine präzisere Darstellung von Risiko und Lösungsweg. Entscheidend ist, dass jedes Vorhaben für sich steht.

Der Projektstart bestimmt den Zeitraum und damit die Obergrenzen, die internen Stundensätze und den Anteil der Auftragsforschung. Für frühe Projekte gelten andere Obergrenzen als für spätere.

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