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Cybersecurity · Fallstudie

Forschungszulage für IT-Sicherheit: Auftragsforschung voll anerkannt

Praxisbeispiel auf Basis realer Projekte · anonymisiert, Zahlen gerundet · Stand:

Ein Cybersecurity-Anbieter für Confidential Computing bekam einen ungewöhnlich hohen Anteil an Auftragsforschung voll anerkannt, bei einer Bemessungsgrundlage von über 1,3 Mio. €.

430.000 €
Forschungszulage festgesetzt
1,3 Mio. €
Bemessungsgrundlage
Bis zu 35 %
KMU-Fördersatz
Auf einen Blick

Das Mandat in Zahlen

BrancheCybersecurity / CloudConfidential Computing
Forschungszulage festgesetzt430.000 €Auf die Steuer angerechnet, Überschuss erstattet
Bemessungsgrundlage1,3 Mio. €
ErgebnisBescheinigt; externer Anteil anerkannt
Projekte1
KMU-FördersatzBis zu 35 %
Über das Unternehmen

Das Unternehmen und seine F&E

Das Unternehmen entwickelt eine Plattform, die vertrauliche Daten so verarbeitet, dass sie auch während der Verarbeitung geschützt bleiben, und das über mehrere Cloud-Anbieter hinweg. Das ist ein hartes technisches Feld: Vertraulichkeit zur Laufzeit, anbieterübergreifende Kompatibilität und robuste Sicherheitsgarantien gleichzeitig zu erreichen ist nicht trivial und war zum Projektstart nicht gelöst.

Ein wesentlicher Teil dieser Entwicklung wurde an externe Spezialisten vergeben. Ein großer Teil der Bemessungsgrundlage hing also davon ab, dass diese externe Arbeit als Auftragsforschung anerkannt wurde.

Die Herausforderung

Wo der förderfähige Kern lag

Auftragsforschung ist nur förderfähig, wenn der Auftragnehmer eigenständig ein wissenschaftliches oder technisches Problem löst. Bei hohem externen Anteil wird genau das zum Angelpunkt. Wird die externe Arbeit als reine Dienstleistung eingestuft, bricht ein großer Teil der Förderung weg.

Im Verfahren gab es zudem mehrere Bescheidversionen. Solche Konstellationen sind heikel: Es muss sichergestellt sein, dass die endgültige, maßgebliche Version die Bemessungsgrundlage korrekt und vollständig abbildet.

Neuheit Technisches Risiko / Unsicherheit Systematisches Vorgehen
Unser Ansatz

So haben wir den Fall aufgebaut

Wir haben die Auftragsforschung von Anfang an als das aufgesetzt, was sie ist: die eigenständige Lösung eines technischen Problems mit offenem Ausgang. Für jeden externen Beitrag haben wir gezeigt, welche konkrete Unsicherheit dort adressiert wurde und warum sie keine Routine ist. Die Arbeit wurde ergebnisorientiert beauftragt, nicht als bloße Bereitstellung von Arbeitskraft.

Wir haben die finale Bescheidfassung sorgfältig mit der erklärten Bemessungsgrundlage abgeglichen, sodass der anerkannte Aufwand voll zur Geltung kommt. Im Ergebnis wurde die Auftragsforschung anerkannt; zusammen mit den internen Personalkosten bildet sie eine ausgewogene Bemessungsgrundlage.

So verlief der Fall

↻
Aufbau
Externe Arbeit als Auftragsarbeit
↻
Abgestimmt
Endgültige Entscheidung geprüft
✓
Anerkannt
Hoher externer Anteil, in voller Höhe

Woraus die Bemessungsgrundlage bestand

Intern ~50 %Auftragsforschung ~50 %
Interne PersonalkostenAuftragsforschung (in voller Höhe anerkannt)

Bemessungsgrundlage über 1,3 Mio. €, interne Personalkosten und Auftragsforschung ungefähr gleich, beide anerkannt. Die gezeigte Aufteilung ist beispielhaft.

Das Ergebnis

Eine Forschungszulage von 430.000 €.

Die Bemessungsgrundlage liegt bei rund 1,3 Mio. € über die Wirtschaftsjahre 2023 bis 2025, etwa je zur Hälfte aus internen Personalkosten und anerkannter Auftragsforschung. Mit 25 % auf die Aufwendungen bis März 2024 und dem KMU-Satz von 35 % danach ergibt das rund 430.000 € Forschungszulage. Dass der hohe externe Anteil in voller Höhe trägt, ist das eigentliche Ergebnis dieses Falls.

Bemessungsgrundlage 1,3 Mio. € · KMU-Satz bis zu 35 %
Bescheinigt; externer Anteil anerkanntDas Ergebnis des Mandats.
Bemessungsgrundlage 1,3 Mio. €Anerkannte Kosten, auf denen die Zulage berechnet wird.
KMU-Fördersatz bis zu 35 %Auf die Bemessungsgrundlage angewendet.
Die wichtigsten Erkenntnisse

Was andere Unternehmen lernen können

Ein hoher Anteil an Auftragsforschung ist kein Hindernis, wenn er richtig aufgesetzt ist. Drei Punkte sind entscheidend:

01

Ergebnisorientiert beauftragen

Der Auftrag muss sichtbar ein Ergebnis schulden und eigenständig ein technisches Problem lösen. Personalgestellung ist nicht förderfähig.

02

Die Ungewissheit auch nach außen zeigen

Auftragsforschung ist nur förderfähig, wenn dort ein echtes Fehlschlagrisiko bestand. Das gehört ausdrücklich in die Beschreibung.

03

Prüfe die endgültige Entscheidungsfassung

Bei mehreren Versionen zählt die letzte. Sie muss die Bemessungsgrundlage korrekt abbilden, sonst gehen anerkannte Ausgaben verloren.

Mehr zur Forschungszulage: Der Leitfaden Forschungszulage: Voraussetzungen, Höhe und Antrag erklärt das Programm Schritt für Schritt. Wie wir dein Vorhaben begleiten, steht unter Forschungszulage-Beratung.

“
Auftragsforschung ist oft der Schwachpunkt eines Antrags, hier ist sie die Stärke.
BeFunded Zur Forschungszulage
FAQ

Häufige Fragen zur Forschungszulage

Die häufigsten Fragen zu dieser Art von Fall. Kurze Antwort zuerst, Details danach.

Ja, insofern es über den Stand der Technik hinausgeht und an wissenschaftlich-technische Unsicherheit gebunden ist. Sicherheitsforschung mit offenem Ausgang ist ein typischer Förderfall; Standardkonfiguration und -betrieb sind es nicht.

Ja, wenn jeder externe Beitrag eigenständig ein technisches Problem löst und ergebnisorientiert beauftragt ist. Allein die Größe des Anteils ist kein Ausschlussgrund.

In den relevanten Zeiträumen 60 % der anerkannten Auftragskosten. Der Fördersatz wird darauf angewendet.

Die finale, ggf. unterschriebene Version ist maßgeblich. Sie sollte mit der erklärten Bemessungsgrundlage abgeglichen werden, damit alle anerkannten Aufwendungen wirksam werden.

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