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FinTech · Fallstudie

Forschungszulage für FinTech: Tokenisierung von Wertpapieren als F&E

Praxisbeispiel auf Basis realer Projekte · anonymisiert, Zahlen gerundet · Stand:

Ein Fintech ließ die technische Entwicklung tokenisierter Wertpapiere fördern und grenzte dafür die Technologie klar vom Geschäftsmodell ab, bei einer Bemessungsgrundlage von rund 750.000 €.

260.000 €
Forschungszulage festgesetzt
750.000 €
Bemessungsgrundlage
Bis zu 35 %
KMU-Fördersatz
Auf einen Blick

Das Mandat in Zahlen

BrancheFinTech / TokenisierungTokenisierte Wertpapiere
Forschungszulage festgesetzt260.000 €Auf die Steuer angerechnet, Überschuss erstattet
Bemessungsgrundlage750.000 €
ErgebnisBescheinigt; Teil nicht anerkannt
Projekte1
KMU-FördersatzBis zu 35 %
Über das Unternehmen

Das Unternehmen und seine F&E

Das Unternehmen entwickelt technische Infrastruktur, um Investitionen in reale Vermögenswerte als tokenisierte Wertpapiere abzubilden und handelbar zu machen. Der förderfähige Kern ist nicht das Geschäftsmodell, sondern die Technologie dahinter: die dezentrale, manipulationssichere Emission und Abwicklung von Security Tokens mit allen technischen Anforderungen an Integrität, Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit.

Ein Teil der Entwicklung wurde nach außen vergeben. Also stellte sich die Frage, welcher Anteil dieser Auftragsforschung tatsächlich förderfähig ist.

Die Herausforderung

Wo der förderfähige Kern lag

FinTech-Anwendungen haben eine besondere Falle: das Vermischen von Geschäftsmodell und Technologie. Förderfähig ist nicht die Finanzinnovation als solche, nicht die rechtliche Strukturierung und nicht das Marketing, sondern allein die technische Entwicklungsarbeit mit wissenschaftlich-technischer Unsicherheit. Diese Linie muss klar gezogen werden.

Obendrauf kam die Auftragsforschung. Nicht jede externe Leistung löst ein eigenständiges technisches Problem, manches ist Umsetzung nach Spezifikation. Eine pauschale Behandlung hätte den Antrag geschwächt.

Neuheit Technisches Risiko / Unsicherheit Systematisches Vorgehen
Unser Ansatz

So haben wir den Fall aufgebaut

Wir haben den Antrag konsequent auf den technischen Kern fokussiert: die dezentrale Emission und Abwicklung tokenisierter Wertpapiere mit den zugehörigen technischen Unsicherheiten. Geschäftsmodell, rechtliche Strukturierung und Vertrieb blieben außen vor, sie sind nicht förderfähig und hätten nur Angriffsfläche geboten.

Wir haben die Auftragsforschung differenziert behandelt: Wo externe Partner ein eigenständiges technisches Problem lösten, stellten wir die Arbeit als förderfähig dar; wo es eher um Umsetzung nach Vorgabe ging, ordneten wir sie offen als solche ein. In der Entscheidung wurde, wie bei einer differenzierten Betrachtung zu erwarten, ein Teil der Auftragsforschung nicht anerkannt, während der tragfähige Teil und die internen Personalkosten anerkannt wurden.

So verlief der Fall

↻
Fokussiert
Technologie, nicht Geschäftsmodell
↻
Aufteilung
Auftragsforschung differenziert dargestellt
✓
Bescheinigt
Kern bescheinigt, Teil nicht

Woraus die Bemessungsgrundlage bestand

Intern ~75 %Auftrag ~20 %
Interne PersonalkostenAuftragsforschung (anerkannt)Nicht anerkannt

Bemessungsgrundlage rund 0,75 Mio. €, überwiegend interne Personalkosten; ein Teil der Auftragsforschung wurde nicht anerkannt. Die dargestellte Aufteilung ist beispielhaft.

Das Ergebnis

Eine Forschungszulage von 260.000 €.

Die Bemessungsgrundlage liegt bei rund 750.000 €, überwiegend aus internen Personalkosten und überwiegend nach dem 27.03.2024 entstanden. Mit dem KMU-Satz von 35 % ergibt das rund 260.000 € Forschungszulage. Die teilweise Nichtanerkennung der Auftragsforschung hat den Kern der Förderung nicht beschädigt, weil sie von Anfang an sauber getrennt war.

Bemessungsgrundlage 750.000 € · KMU-Satz bis zu 35 %
Bescheinigt; Teil nicht anerkanntDas Ergebnis des Mandats.
Bemessungsgrundlage 750.000 €Anerkannte Kosten, auf denen die Zulage berechnet wird.
KMU-Fördersatz bis zu 35 %Auf die Bemessungsgrundlage angewendet.
Die wichtigsten Erkenntnisse

Was andere Unternehmen lernen können

FinTech ist förderfähig, aber nur an der richtigen Stelle. Drei Punkte sind entscheidend:

01

Technologie vom Geschäftsmodell trennen

Förderfähig ist die technische Entwicklung mit offenem Ausgang, nicht die Finanzinnovation, die rechtliche Struktur oder der Vertrieb. Diese Trennung gehört ins Zentrum des Antrags.

02

Behandle Auftragsforschung differenziert

Eine ehrliche Aufteilung in tragfähige und schwächere Beauftragungen schützt die Gesamtglaubwürdigkeit und damit den anerkannten Teil.

03

Rechne mit teilweisen Kürzungen

Dass nicht jede externe Leistung anerkannt wird, ist normal. Entscheidend ist, dass der Kern, meist die interne Arbeit, stabil bleibt.

Mehr zur Forschungszulage: Der Leitfaden Forschungszulage: Voraussetzungen, Höhe und Antrag erklärt das Programm Schritt für Schritt. Wie wir dein Vorhaben begleiten, steht unter Forschungszulage-Beratung.

“
FinTech liegt an der Schnittstelle von Recht, Finanzen und Technologie, und genau dort ist die Abgrenzung der förderfähigen Forschung am wichtigsten.
BeFunded Zur Forschungszulage
FAQ

Häufige Fragen zur Forschungszulage

Die häufigsten Fragen zu dieser Art von Fall. Kurze Antwort zuerst, Details danach.

Ja, sofern die technische Entwicklung über den Stand der Technik hinausgeht und eine wissenschaftlich-technische Unsicherheit trägt. Geschäftsmodell, rechtliche Ausgestaltung und Vertrieb sind nicht förderfähig.

Die technische Entwicklungsarbeit daran kann förderfähig sein, wenn es um einen neuen oder wesentlich verbesserten Prozess mit offenem Ausgang geht. Die reine Finanzinnovation als solche ist es nicht.

Die Bemessungsgrundlage sinkt um diesen Anteil. Der anerkannte Teil und die internen Personalkosten bleiben gefördert. Eine differenzierte Darstellung minimiert das Risiko.

Förderfähig ist nur, was ein technisches Problem mit offenem Ausgang löst. Alles, was wirtschaftliche, rechtliche oder Vertriebsziele verfolgt, gehört nicht in den Antrag.

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