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Enterprise SaaS · Fallstudie

Forschungszulage für zwei Datenbankprojekte: sauber getrennte Vorhaben

Praxisbeispiel auf Basis realer Projekte · anonymisiert, Zahlen gerundet · Stand:

Ein Enterprise-SaaS-Anbieter mit anspruchsvoller Datenbanktechnologie legte zwei eng verwandte, sauber getrennte Projekte an, bei einer Bemessungsgrundlage von über 4 Mio. €.

1,4 Mio. €
Forschungszulage festgesetzt
4 Mio. €
Bemessungsgrundlage
Bis zu 35 %
KMU-Fördersatz
Auf einen Blick

Das Mandat in Zahlen

BrancheEnterprise SaaS / DatenAnalytics + proprietäre Datenbank
Forschungszulage festgesetzt1,4 Mio. €Siebenstellig über die Laufzeit
Bemessungsgrundlage4 Mio. €
ErgebnisZwei Projekte, beide bescheinigt
Projekte2 (beide bescheinigt)
KMU-FördersatzBis zu 35 %
Über das Unternehmen

Das Unternehmen und seine F&E

Das Unternehmen betreibt eine Analytics-Plattform, die sehr große Datenmengen aus vielen Quellen zusammenführt und für die Auswertung nahezu in Echtzeit verfügbar macht. Im Kern stehen zwei technisch anspruchsvolle Bausteine: ein Datenbanksystem, das transaktionale und analytische Verarbeitung vereint, und ein skalierbares Framework, um Daten für maschinelles Lernen aufzubereiten.

Beide Blöcke lösen Probleme, für die es keine fertige Lösung von der Stange gibt. Das ist der Einstiegspunkt für Förderung, aber nur, wenn die Darstellung den F&E-Charakter sichtbar macht und nicht in Produktsprache verschwimmt.

Die Herausforderung

Wo der förderfähige Kern lag

Zwei Risiken prägen Software-Anträge. Erstens die Linie zwischen Produkt und Forschung. Ein Großteil der Softwareentwicklung ist Routine: Features bauen, Bestehendes verbessern, integrieren. Nur was über den Stand der Technik hinausgeht und echte technische Unsicherheit trägt, ist förderfähig. Diese Linie muss präzise gezogen werden.

Zweitens: verbundene Projekte trennen. Wenn zwei Bausteine technisch eng zusammenhängen, ist es verlockend, sie zusammenzuwerfen. Für die Bescheinigung ist das ungünstig: Jedes Projekt sollte sein eigenes klar definiertes technisches Ziel und sein eigenes Risiko tragen. Ein Zusammenlegen verwischt Neuheit und Lösungsweg.

Neuheit Technisches Risiko / Unsicherheit Systematisches Vorgehen
Unser Ansatz

So haben wir den Fall aufgebaut

Wir haben die beiden Blöcke als zwei eigenständige Projekte aufgesetzt, jedes mit einem scharfen technischen Ziel. Eines behandelt die vereinheitlichte transaktionale und analytische Datenverarbeitung, das andere die skalierbare Datenaufbereitung für maschinelles Lernen. Für jedes haben wir die wissenschaftlich-technische Unwägbarkeit benannt, den Punkt, an dem der Lösungsweg hätte scheitern können, und den Lösungsweg als kausale Kette mit Zwischenergebnissen dargestellt, nicht als Feature-Liste.

Wir haben den Stand der Technik zum jeweiligen Projektstart recherchiert und die etablierten Methoden benannt, von denen sich die Eigenentwicklung abhebt. Wo externe Entwickler ein eigenständiges technisches Problem gelöst haben, haben wir die Auftragsforschung als förderfähig eingestuft und sauber von reiner Zulieferung getrennt. Beide Projekte wurden bescheinigt. Ein Teil der Auftragsforschung wurde nicht anerkannt, ein häufiges Ergebnis, das die Bemessungsgrundlage stellenweise reduziert, aber den Kern der Förderung nicht berührt.

So verlief der Fall

↻
Getrennt
Zwei unabhängige Projekte
↻
Abgegrenzt
Forschung vom Produkt getrennt
✓
Bescheinigt
Beide Vorhaben bescheinigt

Woraus die Bemessungsgrundlage bestand

Intern ~60 %Auftrag ~35 %
Interne PersonalkostenAuftragsforschung (anerkannt)Nicht anerkannt

Bemessungsgrundlage über 4 Millionen € aus internen Personalkosten plus anerkannter Auftragsforschung; ein kleiner externer Anteil wurde nicht anerkannt. Aufteilung beispielhaft dargestellt.

Das Ergebnis

Eine Forschungszulage von 1,4 Mio. €.

Insgesamt ergibt das eine Bemessungsgrundlage in der Größenordnung von über 4 Millionen Euro. Über die Laufzeit und beide Projekte bewegt sich die Forschungszulage in den siebenstelligen Bereich. Für ein wachsendes SaaS-Unternehmen ist das ein erheblicher, nicht rückzahlbarer Finanzierungsbeitrag direkt in die Entwicklung.

Bemessungsgrundlage 4 Mio. € · KMU-Satz bis zu 35 %
Zwei Projekte, beide bescheinigtDas Ergebnis des Mandats.
Bemessungsgrundlage 4 Mio. €Anerkannte Kosten, auf denen die Zulage berechnet wird.
KMU-Fördersatz bis zu 35 %Auf die Bemessungsgrundlage angewendet.
Die wichtigsten Erkenntnisse

Was andere Unternehmen lernen können

Software ist förderfähig, mit der richtigen Darstellung. Drei Punkte sind entscheidend:

01

Forschung vom Produkt trennen

Nur der Teil, der über den Stand der Technik hinausgeht und echtes technisches Risiko trägt, gehört in den Antrag. Roadmap, Betrieb, Rollout und Standardfunktionen nicht.

02

Verbundene Projekte sauber abgrenzen

Zwei unabhängige Vorhaben mit eigenen Zielen und Risiken sind stärker als ein zusammengeführtes. Die Abgrenzung erhöht die Chance auf eine Bescheinigung.

03

Rechne mit einer teilweisen Kürzung bei der Auftragsforschung

Dass nicht jede externe Leistung anerkannt wird, ist normal. Starke von schwachen Beauftragungen zu trennen und sauber zu dokumentieren, schützt den Großteil der Förderung.

Mehr zur Forschungszulage: Der Leitfaden Forschungszulage: Voraussetzungen, Höhe und Antrag erklärt das Programm Schritt für Schritt. Wie wir dein Vorhaben begleiten, steht unter Forschungszulage-Beratung.

“
Software gilt weithin als schwer förderbar, weil die Grenze zwischen Produktarbeit und echter Forschung verschwommen scheint.
BeFunded Zur Forschungszulage
FAQ

Häufige Fragen zur Forschungszulage

Die häufigsten Fragen zu dieser Art von Fall. Kurze Antwort zuerst, Details danach.

Ja, sofern es über den Stand der Technik hinausgeht und an wissenschaftlich-technische Unsicherheit gebunden ist. Routinearbeit, bloßes Feature-Building und Betrieb sind nicht förderfähig. Die Abgrenzung im Antrag ist entscheidend.

Ja. Mehrere unabhängige Projekte sind möglich und oft sinnvoll. Jedes sollte ein klar definiertes technisches Ziel, sein eigenes Risiko und seinen eigenen Lösungsweg haben.

Über den Stand der Technik und das technische Risiko. Wenn eine etablierte Lösung existiert, ist es Routine. Wenn eine Methode mit offenem Ausgang neu entwickelt werden muss, ist es F&E. Diese Linie sollte im Antrag ausdrücklich gezogen werden.

Die Bemessungsgrundlage wird um diesen Anteil reduziert. Der verbleibende anerkannte Teil und vor allem die eigene Arbeit im Haus bleiben gefördert. Eine saubere Trennung der Aufträge minimiert das Risiko.

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